01.12.2011

von Cherine De Bruijn

2 Comments

14. #twk: Von Social Media Kommunikation bis hin zu Taubenhauchern ein echtes Erlebnis

Gestern Abend trafen sich rund 100 Social Media Interessierte und Macher zum 14. Twittwoch Köln (#twk) im Atelier Colonia, inmitten des Kreativviertels Ehrenfeld. Das Programm war bunt gespickt mit vielseitigen Themenvorträgen aus dem Bereich Social Media inklusive einer abschließenden „Echtzeit-analogen“, unvergesslichen Überraschung für die Gäste. Zu den Sprechern zählten Steph Baltes (denkwerk), Aaron Lang (Wunderman), Ingo Notthoff (T-Systems) und drei Akteure des Improvisationstheaters Taubenhaucher.

Im Fokus des ersten Vortrags von Steph Baltes (@DieSteph) stand eine besondere Social Recruiting Aktion, das “BlaBQ” von denkwerk.

BlaBQ – Eine “Grill-Ja”-Aktion von denkwerk

 


Herausgestellt wurde, dass der Fachkräftemangel nicht mehr nur große Industriezweige betrifft sondern auch die Internet- bzw. Kreativbranche eingeholt hat. Unternehmen müssen sich heutzutage alternative Recruiting-Maßnahmen überlegen, um sich bei den Mitbewerbern beim potentiellen Arbeitnehmer durchsetzen zu können. Da sich die Zielgruppe der potentiellen Bewerber verstärkt im Netz – und dort vor allem im Social Web – aufhält, steigt folglich die Relevanz von Online Recruiting, wie eine BITKOM-Studie verdeutlicht.

Erfolgversprechend sind Recruiting-Aktionen, die authentisch, unkompliziert und persönlich aufgebaut sind. So können sich beide Seiten zunächst in ungezwungener Atmosphäre kennenlernen – das “BlaBQ” ist dafür ein erfolgreiches Beispiel mit 46 Teilnehmern, 18 Vorstellungsgesprächen und etwa acht vergebenen Jobs am Ende des Bewerbungsprozesses. Der „BlaBQ-ler“ Oliver (@echt) war auch im Publikum und hat kurz seine Sicht der Dinge beschrieben und Publikumsfragen beantwortet.

Danach folgte Aaron Lang (@AaronLang) mit einer Präsentation zum Aufbau der Kundenkommunikation bei Ford Deutschland. Im Fokus standen der „Strategische Social Media-Ansatz“ und „Social Media im Konzernumfeld“ – die untenstehenden Fotos sagen an dieser Stelle mehr als 1.000 Zeichen… ;)

Strategischer Social Media-Ansatz von Ford DE

Social Media im Konzernumfeld von Ford DE

Was im Publikum etwas für Verwunderung sorgte war, dass Wunderman aktuell als eine Art Gatekeeper und Agenda-Setter für @ford_de im Social Web unterwegs ist und momentan noch nicht die Mitarbeiter selbst aktiv werden (dürfen?). Das sollte sich aber mit der Zeit ändern – wir sind gespannt.

Im Anschluss sprach Ingo Notthoff (@inotthoff) über die B2B-Social-Media-Aktivitäten der T-Systems. Dieser profunde und aufschlussreiche Vortrag machte deutlich, wie gezielt der ICT-Konzern im Social Web unterwegs ist. Als Basis der strategischen Ausrichtung dient die Ausarbeitung eines Fragenkatalogs, der 6 W’s umfasst:

Die sechs W-Fragen der T-Systems Social-Media-Aktivitäten

Wichtig sei vor allem, dass der Erfolg oder Misserfolg eines Web 2.0-Angebots von Unternehmen wie T-Systems von der jeweiligen Zielgruppe abhängt. So mache es Sinn zunächst klar zu differenzieren, welche Nutzer mit welchen Themen konfrontiert werden sollen und welche Plattformen hier den größten Erfolg versprechen. Denn: Nicht zwangsweise muss alles im Web 2.0 für die Nutzergruppen gleich gut geeignet sein. Der untenstehenden Grafik können wir entnehmen, dass T-Systems zwischen drei Zielgruppen unterscheidet – und diese auch individuell anspricht.

B2B-Zielgruppen und relevante Plattformen für T-Systems

Jetzt mal eine Frage: Wie erklärt man einem Finanzvorstand, also dem Chef seines Chefs, dass es sinnvoll wäre in Social Media zu investieren? Ingo Notthoff kennt darauf eine ganz einfache Antwort: „Mit Geld“. Der Erfolg von Social Media lässt sich anhand von konkreten Kennzahlen des SEO-Lexikons ableiten. Das überzeugt selbst kritische Gemüter, sofern die Ergebnisse übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert vermittelt werden. In der abschließenden Fragerunde wurde darüber diskutiert, ob eine Google+ Page auch für T-Systems aktuell Relevanz besitzen könnte. Fazit: Die allgemeine Stimmung im Publikum war positiv auf Google+ zu sprechen, da eine dortige Unternehmenspräsenz sich schon heute positiv in Suchmaschinenergebnisse einzahlen könnte. Allerdings spreche T-Systems eine spezielle B2B-Zielgruppe an, die nicht unbedingt zu den „Early Adopters“ gehört. Dennoch lautete die Empfehlung des Publikums, rechtzeitig Google+ in der Social Media Strategie zu berücksichtigen, da vor allem die „Informierten“ (s. obige Grafik) daran Gefallen finden könnten.

Zum Schluss folgte eine 30-Minuten-Impro-Show von drei Taubenhauchern (Axel Bungert, Uli Grünewald und Benjamin Hartwig) mit Vorgaben des Publikums aus der Welt von Internet und Social Media – ein einzigartiges und amüsantes Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Wie es sich für einen Twittwoch gehört wurden die „Regieanweisungen“ für die Darsteller getwittert und auf einer Twitterwall ausgestrahlt. Die teils sehr originellen und humorvollen Tweets wurden in die Dialoge eingebaut, so dass die Lacher nicht lange auf sich warten ließen. Spaß bereitete auch die schauspielerische Fortsetzung eines willkürlich ausgewählten YouTube Videos, auf Anweisung des Publikums zum Thema „Katze und Erdmännchen“.

Die Taubenhaucher Impro-Show – eine herrliche Vorstellung!

Ein rundum gelungener Abend – mit sympathischen Menschen und tollen Unterhaltern. Wir sagen danke und freuen uns auf den weihnachtlichen 15. Twittwoch Köln.

2 Kommentare

  1. Taubenhaucher schrieb am 01.12.2011 um 19:06

    Jaaaa, danke fürs Verlinken des Videos “Katzen und Erdmännchen” – das war so schön skurril! Hat sehr viel Spaß gemacht!
    Eure Taubenhaucher

  2. [...] erste Vortrag kam von Steph Baltes (denkwerk) und stellte das Fallbeispiel eines aussergewöhnlichen Stellenausschreibungs- und [...]

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