Hallo, ich bin Prof. Dr. Vasek Wishikowsky und Sie kennen
mich vielleicht noch aus experimentellen Super-8-Filmen wie
“Dr. Know” oder “Zurück aus der Gegenwart”
(Episode 7 bis 12).


Vermutlich haben Sie auch die ein oder andere Erfindung von
mir genutzt, wie zum Beispiel „DW1“, den neuen Tiefenwünsche-
Scanner.
Wenn nicht – versuchen Sie’s doch mal, gerade jetzt zu
Weihnachten ...


Denn mit „Deep Wish“ – jetzt in Version 1 veröffentlicht – haben
Sie die Möglichkeit, alle tief in Ihrem Hirn schlummernden
Wünsche visuell freizulegen. Natürlich nutzen Sie DW1 auf eigene
Gefahr – dafür stehe ich mit meinem Namen!*



* Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie gerne wen anderes.
Allgemein unbekannt, aber wissenschaftlich bewiesen, ist:
Das Bewusstsein einer Handlung tritt erst etwa eine halbe
Sekunde nach der Handlung ein.
Gleichsam gilt aber für das Hirn des Homo sapiens sapiens:
Eine Handlungsabsicht wird 350 Millisekunden vor dem
Bewusstsein zur Absicht eingeleitet. Ergo denken wir noch
nicht in Echtzeit – DW1 löst jetzt diese Krux.



Kämpfen Sie gegen den Zeitverlust, nutzen Sie den Zeit-
vorsprung für Ihr nächstes Werk – testen Sie exklusiv die
neue Tiefenwunsch-Scanner-Technology von DW1!

Hinter DW1 verbirgt sich die „Deep Wish Technology“ –
ein neues, bildgebendes Verfahren der Kognitionsforschung
an der Schnittstelle zur Informationstechnologie und
Cybernetik.


Die global einsetzbare CCAA-Applikation ermöglicht es,
Handlungsbewusstseinszeitrückstände zu minimieren und
Handlungsabsichtsbewusstseinszeitvorsprünge
zu maximieren.


Dafür werden die neuronalen
Korrelate der Brodmann-
Areale 44 und 45 der Pro-
banden gezielt im Zustand
der Vigilanz in einer Alltags-
situation gescannt, die „Deep
Wishes“ werden visualisiert.





KURZUM: DW1 entdeckt Ihre tiefsten Wünsche und legt Sie
für Sie frei. Wie z.B. die für Weihnachten.

Sehen Sie hier, was ich alles
schon auf dem Weg und ins Web
gebracht habe:


# 2007:
DEEP WISH 1
der Tiefenwunsch-Scanner ist
zugänglich seit Dezember 2007

# 1984:
The WOLL –
der WWW-Vorläufer wurde
wegen schlechter Wordings
aber eingestellt

# 1973:
OPRAHNET –
ist jedoch noch unveröffentlicht
wegen Markenrechtsstreitigkeiten
Alles Wichtige zu den Stationen
meines Lebens finden Sie hier
kurz und knapp:


# 2007:
Krönung des CV mit
Go Live von DEEP WISH 1

# 2001:
Start der Entwicklung der innovativen
Tiefenwunsch-Scan-Technology

# 1989 – 1991:
Urlaub und so

# 1976:
Wiedereröffnung des
„Privatlabors Prof. Dr. rom. Vasek Wishikowsky“

# 1970:
Aufbau, Sprengung, Wiederaufbau des ersten
Quantensprung-Labors

# 1968:
DARPA-Trainee, mit besonderer Spezifikation
„Paketvermittlung“

# 1966:
Bachelor of the Universe, verliehen vom Eternia College
(nahe Greyskull)
Werfen sie hier noch ein Auge auf
meine Auszeichnungen und Ehrungen:


# 2007:
Ehrenmitglied im erfinderVZ

# 2000:
Fußnote in der Nobelpreis-Laudatio zu
Halbleiterheterostrukturen in der Optoelektronik

# 1982:
Blumentopf gewonnen beim Akademiker-Bingo

Und hier noch das Interview, das ich kürzlich einem echten
Journalisten gegeben habe:

Echter Journalist:
Professor Wishikowsky – mit 'Deep Wish 1' haben Sie
den Coup gelandet in der Wissenschaftler-Posse.
Was geht ab?


Prof. Wishikowsky:
Wissen Sie, ich arbeite seit Langem am Durchbruch, an
dem Werk, das Dichter und Denker noch in wenigen Wochen
in Erstaunen versetzt. Dafür habe ich mal in einem Buch über
Gehirne nachgeschlagen und da kam mir die Idee wie ein
Blitz in den Kopf.

Echter Journalist:
Und jetzt kommen die Wünsche wie Blitze aus DW1.
Dennoch: Das klingt wenig akademisch. Können Anwender
überhaupt vertrauen, dass DW1 richtig funktioniert und
keine Schäden bleiben?


Prof. Wishikowsky:
Zunächst: Das liegt an den Probanden. Wer mit vorhan-
denen, bleibenden Schäden die Tiefenwunsch-Scanner-
Technology nutzt – selbst unter Einhaltung der hilfreichen
PEBCAM-Tipps – da kann ich doch nix für. Also wirklich.

Echter Journalist:
Was bedeutet eigentlich PEBCAM?

Prof. Wishikowsky:
Soviel wie DAU.

Echter Journalist:
Was Privates: Man munkelt, Sie hätten eine Liaison mit
Hedy Lamarr?!


Prof. Wishikowsky:
Nennen wir es ein persönliches Frequenzsprungverfahren.
Ach, die Hedy… Wissen sie eigentlich, dass ihr Geburtstag
zum “Tag der Erfinder” wurde? An dem Tag habe ich DW1
übrigens erstmals getestet, in der Alpha-Version, an mir
selbst natürlich.

Echter Journalist:
Und, was hat DW1 ausgespuckt – was waren Ihre
tiefsten Wünsche?


Prof. Wishikowsky:
Das ist jetzt aber etwas zu privat. Ich bin der strikten
Überzeugung: Das muss jeder selbst für sich herausfinden –
und maximal an gute Bekannte, die engsten Freunde und die
Familie schicken. Glauben sie wirklich, die Welt interessiert
sich dafür, was Professor Wishikowsky sich zu Weihnachten
wünscht? (lacht). Ok, ok: Ein Patent mehr als mein Kollege Dr.
NakaMats.

Echter Journalist:
Herr Professor, vielen Dank für das Gespräch