• 1 month ago / Sophia Köster

Durch die Agenturen der Stadt surfen

Mach was draus - Retrospektive

Im Mai haben wir auf die Aktion „Mach was draus – komm in die Agentur!“ aufmerksam gemacht und nach Bewerbungen von Studierenden gefragt: Bei den unzähligen Bewerbungen gab 67 Studenten, die dann in den Agenturen ihre Erfahrungen sammelten. denkwerk hat sechs Agentursurferinnen im Rahmen der Kampagne „Komm in die Agentur“ zwölf Wochen lang die Chance gegeben, in die Arbeitsabläufe zu schauen und aktiv an Projekten mitzuwirken. Uns erzählt Sophia über ihre gesamte Zeit beim Agentursurfing – und was die Studentin aus dem Ruhrgebiet alles bei ihren zwölf Wochen in Köln erlebt hat. Hier lest ihr ihren Erfahrungsbericht:

„Hi, ich bin Sophia, die neue Agentursurferin“ – mein wohl meistgesprochener Satz der vergangenen drei Monate. In dieser Zeit war ich Praktikantin in sechs Agenturen. Ich lernte sehr viele verschiedene Menschen und Arbeitsweisen kennen und bekam einen guten Einblick in die Kölner Agenturlandschaft.

Zunächst einmal: Agentursurfing hat nichts mit Couchsurfing zu tun – außer vielleicht, dass man viel rumkommt! Ansonst ist es allerdings deutlich anstrengender. Im Rahmen des Schnupperpraktikums „Komm in die Agentur “ besuchte ich insgesamt sechs verschiedene Agenturen für jeweils zwei Wochen – über drei Monate. Das Ganze fand zum ersten Mal statt und wurde von Kommunikationsverbänden wie dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) organisiert.

Gestartet bin ich im Juli bei denkwerk . Ich wurde super freundlich in Empfang genommen und in den zwei Wochen auch bestens betreut. Im Redaktionsteam war ich in vielen Bereichen gleich eingebunden. So habe ich an diversen Projekten mitgearbeitet – und viel getextet. Gab es mal keine „realen“ Aufgaben, hatte ich immer eine fiktive Aufgabe, an der ich weiterarbeiten konnte. Also war ich gut versorgt. Generell war die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm und ich hatte eine Menge Spaß bei der facettenreichen Arbeit.

Freundliche Menschen, coole Aufgaben

Das war auch in den anderen Agenturen der Fall. Die Menschen waren immer sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe mich überall wohlgefühlt. Meine Mittagspause musste ich nie alleine verbringen und wurde sogar manchmal zum Essen eingeladen. Neben leckerem Essen erwartete mich in jeder Agentur ein anderer Schwerpunkt. In den größeren Agenturen surfte ich sogar durch die einzelnen Abteilungen, sofern diese sich alle unter einem Dach befanden. Das hat mir sehr geholfen herauszufinden, was mir Spaß macht. Oft richteten sich die Aufgaben nach dem Studium oder eigenen Vorlieben, sodass man nie etwas machen musste, auf dass man gar keine Lust hat.
Kaffee kochen blieb mir glücklicher Weise auch erspart. Stattdessen erlebte ich den Agenturalltag hautnah mit. Ich saß in Meetings, hörte bei diversen Calls zu und brainstormte zu den verschiedensten Themen. Ein bisschen „Marketing-Deutsch“ habe ich mir auch angeeignet.
Viele sagten mir: „Zwei Wochen sind ganz schön kurz!“, allerdings kriegt man in der Zeit mehr mit, als man vielleicht erwartet. Denn für mich als Agentursurferin war ja immer alles ganz neu.
Oft war es auch so, dass ich nach den zwei Wochen noch bleiben wollte. Aber dann stand schon die nächste Agentur auf der Agenda. So ist das Agentursurfing eben. Und wenn man das im Hinterkopf behält, ist es auch ein super Praktikum. Natürlich erfährt man mehr über eine Agentur, wenn man drei oder sechs Monate dort arbeitet. Durchs Agentursurfing aber bekommt man einen Rundumschlag, den man sonst nicht hat.

Über den Dächern von Köln

Die Flut der Eindrücke ebbte in den drei Monaten nicht einmal ab. Sogar die Büros waren immer ein Highlight. Die eine oder andere Mittagspause konnte ich über den Dächern von Köln oder direkt am Rhein verbringen. Wenn die Sonne mal herauskam, habe ich auch die optimal genutzt.
Fast alle der Agenturen haben sich auf das Agentursurfing vorbereitet und einen Praktikumsplan erstellt, damit man die zwei Wochen auch bestmöglich nutzt. Der Plan wurde nicht immer hundertprozentig eingehalten. Das lag vor allem daran, dass die realen Projekte spannender waren. Aber auch den Anderen einfach mal über die Schulter zu gucken war sehr interessant.
Ich ertrank nicht in Arbeit und hatte tatsächlich immer relativ pünktlich Feierabend. Nur freitags blieb man gerne mal länger, da sich dort die meisten Kollegen der Agenturen auf ein Bier getroffen haben. Ein weiteres Klischee, was sich bestätigte, war der obligatorische Kicker. Ob genutzt oder nicht – er gehörte einfach dazu.
Sonst wurde ich mit keinen Klischees konfrontiert und konnte die drei Monate relativ entspannt zu Ende bringen. Für kontaktfreudige und aufgeschlossene Menschen ist das Agentursurfing eine gute Orientierungshilfe in der Agenturlandschaft.“
Auch 2018 geht das Agentursurfing mit der Employer-Branding-Kampagne der Agenturverbände BVDW, CMF, FAMAB, GWA, GPRA und OMG weiter. „Die Kampagne ‚Mach was draus. Komm in die Agentur!‘ war die erste gemeinsame Zusammenarbeit von sechs Verbänden. Trotz der Mammutaufgabe, so viele Verbände und Mitgliedsunternehmen unter einen Hut zu bringen, wurde sie ein Erfolg. Das belegen die Bewerberzahlen und ihre tollen Rückmeldungen. Das ermutigt uns, die Kampagne fortzuführen und unsere Agenturen weiter für den Nachwuchs zu öffnen und transparent zu bleiben“, sagte denkwerk Geschäftsführer und BVDW Vizepräsident Marco Zingler auf bvdw.org. Wir freuen uns auf das nächste Jahr, denn:
Ab Januar 2018 kann man sich wieder für das Agentursurfing bewerben!